10.2.2012 – Nachrichten aus dem Heimathaus Börwang

10.2.2021 Börwang. Coronabedingt hat das Heimhaus in Börwang geschlossen. Nicht minder interessant sind die Nachrichten aus dem Heimathaus:

Der Küchenofen – er steht heute noch in vielen Häusern und Wohnungen – war unentbehrlich! Schon das richtige „Anschüren“ war eine kleine Kunst. Brannte das Feuer, war ein richtiger „Zug“ durch den Kamin wichtig.

Auf der Herdplatte mit den herausnehmbaren Ringen konnte das Essen zubereitet und Wasser erhitzt oder gekocht werden.

Die heiße Luft im Herd erhitzte dann auch das Backrohr: Hier schmorte der Sonntagsbraten und Kuchen wurden gebacken.

Oft wurde die „Restwärme“ genutzt und ein Ziegelstein fürs Bett erwärmt. Bevor die erhitzte Luft durchs Ofenrohr in den Kamin entwich, wurden im „Schiffle“ noch bis zu 10 l Wasser erwärmt.

Der Deckel war meist aus Messing – natürlich immer sauber geputzt. Das warme Wasser brauchte man u.a. zum Geschirrspülen, zum Putzen oder als Füllung für den Bettwärmer.

Kinder saßen gerne auf dem „Schiffle“ um sich aufzuwärmen.

Der Küchenofen war also ein „Universalgerät“!

Hoffentlich kann er bald wieder besichtigt werden.

Es war kalt in letzter Zeit: Wie bekam man früher Wärme in die Wohnungen? Neben dem Kachelofen in der „Stube“ war der Küchenofen die wichtigte Wärmequelle in den Häusern! Auf dem Bild: der Ofen im Dachgeschoss des Heimathauses. Foto: H K
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