3.11.2020 – Durchhsuchungen wegen Hasspostings in Kaufbeuren und Senden

3.11.2020. Am 3.11.2020 findet europaweit ein Aktionstag gegen Hass und Hetze im Internet statt. Deutschlandweit kommt es zu zahlreichen Durchsuchungen zur Bekämpfung von Hasskriminalität. Seit 2016 findet dieser „Joint Action Day“ regelmäßig statt.

Hass und Hetze im Internet sind keine Bagatelldelikte. Unteranderem können solche Postings den Straftatbestand von Verleumdung, Bedrohung und Volksverhetzung erfüllen.

Die Täter agieren aus der scheinbaren Anonymität des Internets. Die Botschaft dieses Aktionstages macht jedoch klar: Täter werden ermittelt und konsequent zur Anzeige gebracht.

Kaufbeuren. Aufgrund von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kempten, wurde in den frühen Morgenstunden die Wohnung einer 30-Jährigen in Kaufbeuren durchsucht. Diese steht im Verdacht, volksverhetzende Inhalte in eine Chatgruppe eingestellt zu haben.

Zur Beweissicherung wurde das Handy der Tatverdächtigen sichergestellt.

(KPI Kempten)

Senden. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm vollzog unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen zwei Durchsuchungsbeschlüsse bei einem Pärchen, welches in der Vergangenheit eine einstellige Anzahl an Bilder und Symbole der NS-Zeit in einer Chatgruppe verschickte.

Bei der 28-Jährigen und dem 48-Jährigen wurden die Mobiltelefone sichergestellt, welche nun durch die Kriminalpolizei ausgewertet werden.

(KPI Neu-Ulm)

Jeder kann bei der Bekämpfung von Hasspostings mithelfen:

– Meldet Hate Spech direkt im sozialen Netzwerk.

– Erstattet Sie Anzeige bei der Polizei.

– Wenn Ihr die Möglichkeit habt, blockiert Personen oder löscht den betreffenden Beitrag.

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)
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