Band 23 der Kaufbeurer Schriftenreihe erschienen

12.4.2021 Kaufbeuren. Das Buch von Autor Helmut Lausser über die Burgen und Rittergeschlechter im Umfeld der ehemaligen Reichsstadt Kaufbeuren gibt dem ambitionierten Leser eine profunde Grundlage für die Betrachtung und Beschäftigung mit den noch erhaltenen Ruinen und Burgställen des Hoch- und Spätmittelalters und deren Besitzern.

Die Methodik

Das späte Mittelalter ist durch eine breite gesellschaftliche Hierarchie der Inhaber von Fürstenhöfen, Burgen, Sedelhöfen und anderen Herrschaftssitzen gekennzeichnet.

Der Verfasser versucht, mit Hilfe von Fallbeispielen die ganze Welt der spätmittelalterlichen Herrschafts- und Gesellschaftsordnung vom staufischen Königtum, über den Reichsadel der Herzöge, die Grafen und Markgrafen, die Edelfreien, Ritter, Lehensleute, Dienstmänner und Ministerialen bis hin zu den ritterbürtigen Vertretern der städtischen Oberschichten vor Augen zu führen.

Aus diesem Grunde gibt der vorliegende Band zahllose Aktivitäten von Vertretern der höchsten gesellschaftlichen Schicht im mittelalterlichen Reich wieder. Darunter finden sich Kreuzzüge, Reichstagsentscheidungen und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der geistlichen Institutionen.

Aber noch viel mehr werden die weit häufigeren Alltagsgeschehnisse in den Dörfern und Weilern, wie Belehnungen, Grundstücksveräußerungen oder Güterschenkungen zur Beförderung des Seelenheiles nachgezeichnet.

Das Gebiet

Der Untersuchungsraum wurde auf einen Umkreis von ca. 20 Kilometern um die seit 1304 so bezeichnete Reichsstadt Kaufbeuren beschränkt. Darüber hinaus wurden auch einige Rittergeschlechter mit einbezogen, deren namengebender Sitz zwar etwas weiter entfernt liegt, die aber durch Zuwanderung oder andere Aktivitäten in einer besonderen Beziehung zu Kaufbeuren und dem Raum Ostallgäu stehen.

Die Besonderheit

Band 23 stellt einen Sonderfall dar: Ein beträchtlicher Teil des Untersuchungsraums befindet sich außerhalb des Stadtgebiets von Kaufbeuren.

Mehrere Gemeinden haben durch Abnahme von Büchern geholfen, solidarisch die Finanzierung zu erleichtern.

Die Stadt Kaufbeuren gewährt seit Beginn der Reihe vor über 20 Jahren einen Druckkostenzuschuss und auch Landrätin Zinnecker hat seitens des Landkreises Ostallgäu einen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro zugesagt.

Die Reaktionen

Der ehemalige Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl schreibt: „Die Schriftenreihe ist für Kaufbeuren erfreulich und für Schwaben vorbildlich.“ Die Augsburger Allgemeine nennt sie „einen Glücksfall der Provinz“.

Herausgegeben wird das Buch vom Kaufbeuer Stadtarchiv und Stadtmuseum sowie dem Heimatverein Kaufbeuren e.V. Dies geschah in bewährter Zusammenarbeit mit dem Bauer-Verlag Thalhofen (www.verlag-bauer.de).

Die Mitglieder des Heimatvereins erhalten dieses Buch wieder als Jahresgabe.

Band 23 der Kaufbeurer Schriftenreihe:

ISBN 978-3-95551-145-6, Format 17*24 cm, 472 Seiten, Feste Decke, Fadenheftung, zum Preis von 18 €

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