Durchsuchungen wegen Kinderpornografie im Landkreis Lindau

26.3.2021 Lindau. Die Kriminalpolizeistation Lindau (Bodensee) hat in den vergangenen Tagen insgesamt fünf Wohnungen im Landkreis Lindau wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie durchsucht.

Die Durchsuchungen erfolgten aufgrund von Beschlüssen, die das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten erlassen hatte. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um Männer im Alter von 17 bis 53 Jahren.

Die Ermittler stellten bei den Durchsuchungen der Wohnungen der Tatverdächtigen Mobiltelefone, Tablets, Computer, Festplatten und USB-Sticks sicher. Die Datenträger und Gegenstände werden nun dem Tatvorwurf gemäß durch Experten der Digitalen Forensik ausgewertet.

Einigen der Beschuldigten wird vorgeworfen, kinderpornografische Dateien über soziale Medien oder Messenger-Dienste verbreitet zu haben. In zwei Fällen waren die Beschuldigten Teilnehmer in Chatgruppen mit vielen Mitgliedern. Während ihrer Mitgliedschaft wurden ihnen kinderpornografische Dateien zugesandt. Einer der Beschuldigten hat auch entsprechende Dateien in die Chatgruppe hochgeladen.

Die Kriminalpolizei weist darauf hin, dass bereits der Besitz von kinderpornografischen Dateien, zum Beispiel auf einem Mobiltelefon, strafrechtlich verfolgt wird.
So kann auch das automatisierte Speichern von empfangenen Medien, wie es bei vielen Messenger-Diensten voreingestellt ist, bereits zum Besitz führen.

Werden im Rahmen des Vollzugs von Durchsuchungsbeschlüssen auf den Geräten und Speichermedien kinder- oder jugendpornografische Dateien aufgefunden, unterliegen diese Endgeräte der sogenannten Einziehung. Dadurch erhalten sie die Betroffenen nach Abschluss des Verfahrens nicht mehr zurück, hinzu kommt noch die strafrechtliche Verfolgung der Vorwürfe.

(KPS Lindau)

Symbolfoto (© Bayerische Polizei)
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