Firma Dorr spendet 4.000 Euro für gemeinnützige Projekte – Übergabe im Kaufbeurer Rathaus

18.5.2021 Kaufbeuren. „Tradition ist eine Laterne und leuchtet uns den Weg.“ Unter diesem Motto leistet das Allgäuer Unternehmen Dorr GmbH & Co. KG auch im Jahr 2021 große Beiträge für soziale Projekte.

Im Austausch mit Oberbürgermeister Bosse wurden schnell vier Organisationen ausgewählt, die diese Unterstützung heuer zu gleichen Teilen erhalten. Oberbürgermeister Bosse dankte Geschäftsführerin Brita Dorr sehr herzlich für das nachhaltige und jährlich wiederkehrende Engagement. Jeweils 1.000 Euro gehen für wohltätige Zwecke an:

Bergwachtbereitschaft Kaufbeuren

Max Ginter von der Bergwacht dankte für die Hilfe. Die Mittel werden in der Ausbildung von Anwärtern zu aktiven Einsatzkräften eingesetzt. Aktuell gibt es in Kaufbeuren sechs Anwärter und 25 Einsatzkräfte. Sie verrichten ihren Dienst ehrenamtlich und stellen jedes Wochenende zwei Einsatzkräfte für die Bergrettung vom Stützpunkt Füssen aus. Die Bergrettungswache Füssener Land ist ganzjährig 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Sie ist zuständig für die Rettung im alpinen und weglosen Gelände zwischen Füssen und Halblech und den angrenzenden Gemeinden. Ein Großteil der Patienten sind Touristen und Einwohner der Gemeinden im Ostallgäu und auch der Stadt Kaufbeuren.

Wünschewagen Allgäu/Schwaben

Am 28.11.2018 stellte der ASB seinen „Wünschewagen“ in Kaufbeuren vor, der auch hier stationiert ist. Einen letzten Herzenswunsch erfüllen – dabei soll der „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Schwerstkranken aus Schwaben und dem Allgäu helfen. Der umgebaute Krankentransporter steht Patienten aus ganz Schwaben kostenlos zur Verfügung.

Einmal noch in ein Konzert, an den Bodensee, auf den Berg oder zum Fußballspiel – das sind die Wünsche, die ein Team aus Ehrenamtlichen mit dem „Wünschewagen“ erfüllen kann. Die freiwilligen Helfer sind medizinisch-pflegerisch oder im Rettungsdienst ausgebildet und betreuen Schwerkranke professionell auf ihrer Fahrt zu ihrem Sehnsuchtsort.

Gemeinsam mit ihrer Familie oder Freunden können die Patienten so noch einmal einen schönen Ausflug machen. Für das Projekt wurde ein Krankentransporter extra umgebaut, um einen schmerzfreien Transport in angenehmer Atmosphäre zu ermöglichen. Der „Wünschewagen“ ist mit einer Musikanlage, Panoramafenstern und der nötigen medizinischen Ausstattung ausgerüstet.

Das Projekt wird ausschließlich von Ehrenamtlichen betreut und über Spenden finanziert. Der „Wünschewagen“ in Kaufbeuren, der für Schwerkranke im gesamten Regierungsbezirk Schwaben zur Verfügung steht, ist der zweite in Bayern. In enger Absprache mit dem behandelnden Arzt wird dann entschieden, ob die Wunschfahrt möglich ist. Kosten entstehen dem Fahrgast und seinen Angehörigen nicht. Edgar Schlichtherle nahm die 1.000 Euro symbolisch für den ASB entgegen und berichtet von der bislang längsten Fahrt nach Cuxhafen. Die begleitete Person konnte dort ein Boot taufen und auf diesem einmal schlafen.

Allgäuer Hilfsfonds e.V.

Der Allgäuer Hilfsfonds hat sich im Laufe der Zeit zu einer der bekanntesten Hilfsorganisationen der Region entwickelt. Er unterstützt Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, mit einer schweren Erkrankung kämpfen oder auf andere Weise von einem Schicksal getroffen wurden, welches sie aus eigener Kraft nicht bewältigen können. Unbürokratisch und schnell, still und effektiv hilft der Fonds in Einzelfällen dort, wo z.B. Sozialamt, Arbeitsagentur und Krankenkasse an ihre Grenzen stoßen. Seit seinem Bestehen hat der Allgäuer Hilfsfonds in einer Vielzahl von Fällen Unterstützung in Form von Geld- und Sachleistung von mehreren Hunderttausend Euro zur Verfügung gestellt. Ohne Mitglieder, Förderer und großzügige Spender wäre diese Leistung nicht möglich.

Oberbürgermeister Bosse berichtete als stellvertretender Vorsitzender des Hilfsfonds von dessen Arbeit und beispielsweise der Unterstützung für die betroffenen Familien beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Kaufbeuren/Gutwillen vor kurzer Zeit.

Amphibien AG des Bund Naturschutzes

Im Jahr 1989 beklagten Schülerinnen des Kaufbeurer Mariengymnasiums, dass an der Kemnater Straße, Höhe Krankenhaus Kaufbeuren, Frösche überfahren würden. Spontan gingen sie auf Suche und gründeten ein Jahr später die „AG Umwelt“. Eine organisierte Sammlung mit Leuchten und Warnwesten folgte. Nach alljährlichen Sammelaktionen entstand im Jahr 2020 dann die „Amphibien AG des BUND Naturschutzes“.

Ca. 7.000 erwachsene Kröten und 14.000 Jungfrösche konnten im Jahr 2020 im Rahmen von Nachtaktionen durch unzählige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vor den Gefahren gerettet werden. Aus Spendengeldern werden u.a. Warnwesten, Taschenlampen, km-Pauschalen für An- und Heimfahrten finanziert. Über die Regierung von Schwaben erfolgt ausschließlich eine kleine Mehraufwandsentschädigung für die Helferinnen und Helfer.

Für dieses Projekt dankte Otto Mayr der Firma Dorr für den Geldbetrag, zur Übergabe im Kaufbeurer Rathaus war er leider verhindert.

Brita Dorr zeigte sich sehr beeindruckt von den enormen Leistungen, die hinter den einzelnen Projekten stehen und sicherte das weitere soziale Engagement ihres Unternehmens zu.

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