Gewerblich-technische Schule Memmingen im Rahmen von Bau- und Sanierungsmaßnahmen digitalisiert

6.8.2021 Memmingen. Die Klassenzimmer der Johann-Bierwirth-Schule (JBS) wurden im Rahmen von Bau- und Sanierungsmaßnahmen digitalisiert. Die Aufrüstung umfasste unter anderem Beamer und digitale Tafeln.

„Unsere Lebenswelt wird immer digitaler. Ob im privaten Bereich oder in den Betrieben – die künstliche Intelligenz findet sich überall. Umso wichtiger ist es, den Schülerinnen und Schüler den Umgang damit an der Schule zu vermitteln“, betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Schule mit Schulleiterin Sandra Konzelmann.

Oberbürgermeister Manfred Schilder (links) scannt unter Anleitung von Lehrer Peter Lang (Mitte) und im Beisein von JBS-Schulleiterin Sandra Konzelmann ein Werkstück für den 3D-Druck. (Foto: V. Weyrauch/ Pressestelle Stadt Memmingen)

„Hochqualifizierte Fachkräfte sind so gefragt wie nie. Immer komplexer werdende Aufgaben müssen gelöst werden. Dabei sind die neuen Technologien die zukünftigen Arbeitsmittel. Als gewerblich-technische Schule haben wir den Auftrag, die Schülerinnen und Schüler auf dieses Arbeiten vorzubereiten. Es freut uns daher sehr, dass die Schule nun im digitalen Zeitalter angekommen ist“, erklärte Konzelmann.

Zu der digitalen Ausstattung der Klassenzimmer konnten auch noch ein paar weitere Ergänzungen für die Werkstätten angeschafft werden. „Die Investition hat sich gelohnt. Es ist ein Quantensprung für die Schule“, freute sich Konzelmann über die modernen Lehrmittel.

So gab es für die Techniker-Schule zwei 3D-Drucker. Mit einer Slicing-Software können die Schülerinnen und Schüler den 3D-Druck an der digitalen Tafel vorbereiten und darstellen. Mit iPads können Objekte 3D gescannt und später gedruckt werden.

Im Bereich der Robotik verfügt die Schule nun über eine touchfähige Teaching-Box für Roboterzellen, die eine zeitgemäße Bedienung eines Roboters darstellt.

Mit dem digitalen Zwilling (CIROS) der Roboterzelle können Roboterprogramme am Computer erstellt und der Programmablauf im Vorfeld simuliert werden. Dies eröffnet die Möglichkeit eines hybriden Unterrichtsformats. Digitale und analoge Lernphasen werden miteinander verknüpft.

Das Wissen wird über digitale Unterrichtsmittel erarbeitet und die Anwendung oder Umsetzung an Anlagen oder dem Laborstand realisiert.

Für die Auswertung digitaler Fahrzeugdaten wurde ein Diagnosetestgerät angeschafft, mit dem die Daten von verschiedenen Steuergeräten im Kraftfahrzeug auf korrekte Funktionen abgefragt werden können.

Darüber hinaus können damit sämtliche elektrische Messungen, wie beispielsweise die Funktion des digitalen Datennetzes dargestellt und diagnostiziert werden.

Im Bereich Elektrotechnik können die Schülerinnen und Schüler der Elektroberufe einen Glasfaser-Netzwerktester nutzen. Dieser gibt Hinweise zur Installation, zum Mikroskopieren der Anschlüsse, zur Bestimmung des Empfangspegels und des Dämpfungsmaßes.

Fehler können so schon im Vorfeld der Installation vermieden und den Lernenden die Hemmnis vor dem Einbau genommen werden.

„Die Modernisierung ist aber nicht nur für die Schülerinnen und Schüler für die Vorbereitung auf die Berufswelt wichtig“, gab die Schulleiterin an.

„Auch zur Gewinnung guter Lehrkräfte ist dies unabdingbar.“ Denn junge Lehrerinnen und Lehrer suchen sich die Schulen oftmals nach den Unterrichtsmitteln aus, die ihnen zur Wissensvermittlung bereitgestellt werden.

Seit September 2020 steht den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften ein modernes Arbeitsumfeld in der JBS zur Verfügung.

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