Hangkante in Rhein bei Primisweiler bleibt nach Rutschung gesichert

10.2.2021 Wangen im Allgäu. Nach einer Hangrutschung in Rhein bei Primisweiler hat misst das Technische Hilfswerk (THW), wie sich der Hang weiter verhält.

Nach der Hangrutschung am Donnerstagabend, 4. Februar 2021, wurden zunächst drei Familien aus ihren Häusern an der Hangkante evakuiert. Inzwischen sind zwei von ihnen wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt.

Die dritte Familie konnte über das Wochenende ein Haus im Ort beziehen, wo sie auch längerfristig wohnen bleiben kann.

Oberbürgermeister Michael Lang zeigte sich erfreut über diese Entwicklung, die durch die kurzen Wege im Dorf möglich wurde.

Am Tag nach der Hangrutschung wurde die entstandene Abrisskante bis zum Niveau des sichtbaren Wasseraustrittes durch das Technische Hilfswerk (THW) mit Kunststoffplanen zum Schutz gegen weitere Niederschlagseinflüsse abgedeckt.

Der städtische Bauhof lieferte Sandsäcke, die sonst beim Hochwasser zum Einsatz kommen, um die Planen zu beschweren. Ebenso wurden Risse an der talseitigen Straßenkante abgedeckt.

Mithilfe weiterer Sandsäcke wurde zudem eine Barriere entlang der Straße zur Regulierung des Oberflächenwasserabflusses in Richtung Doleneinlauf errichtet. So sollte verhindert werden, dass das Wasser über die Böschung abfließt.

Auslöser der Hangrutschung waren mit ganz großer Wahrscheinlichkeit die starken Niederschläge und die Schneeschmelze der vergangenen Tage.

Wie aus dem Gutachten des Geologischen Landesamts hervorgeht, hat der Argenprallhang ein großes Schotterfeld unter sich, das mit einer Lehmschicht bedeckt ist.

Wenn die Hanglehmauflage den freien Wasseraustritt aus dem Schotter behindert, führt dies zum Wasserstau. Dadurch können Fließrutschungen entstehen.

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