Hier wächst mehr als nur Getreide – Infotafeln im Günztal machen den Anbau alter, regionaler Sorten sichtbar

8.7.2021 Ottobeuren. Um auf die Besonderheit alter, regionaler Getreidesorten auf den Feldern aufmerksam zu machen und darüber zu informieren, hat die Öko-Modellregion Günztal gemeinsam mit den Bio-Landwirten Sigfried Kolb aus Oberried und Michael Königsberger aus Westerheim Informationstafeln aufgestellt.

Diese stehen auf Feldern in Breitenthal/Oberried sowie in Westerheim und laden bei einem Spaziergang dazu ein, sich über das besondere Getreide zu informieren.

Bio-Landwirt Sigfried Kolb auf seinem Alte Sorten Feld bei Oberried.
(Quelle: Öko-Modellregion Günztal)

Der Erhalt alter Sorten

Da in den letzten 100 Jahren die Sortenvielfalt von Kulturpflanzenarten auch in Bayern stark abgenommen hat, fördert die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) den Schutz von sogenannten alten Sorten.

Das genetische Potenzial dieser Sorten, ist auch für die heutige Züchtung von großer Bedeutung.

Aus einer Sammlung von über 750 alten bayerischen Sorten, wurden sechs Sorten der Region Allgäu/Schwaben zugeordnet. Diese fanden 2018 durch das Engagement von den Bio-Landwirten Kolb und Königsberger ihren Weg zurück auf heimische Äcker und werden mit viel Aufwand nach und nach vermehrt.

Zurück bis in die Ladentheke

Damit die alten Sorten nicht nur ihren Weg zu den Landwirten und aufs Feld finden, unterstützt und begleitet die Öko-Modellregion Günztal den Weg der alten Sorten zurück bis in die heimischen Ladentheken.

Erste Backversuche mit einzelnen Sorten durch örtlichen Bäcker geben bereits große Hoffnung. Denn letztendlich können nur die alten Sorten erhalten werden, welche die Landwirte und Verarbeiter als nutzbringend erachten und von den Konsumenten nachgefragt werden.

Wo die Tafeln zu finden sind

An jedem der beiden Standorte informiert eine große Infotafel über den Hintergrund des Anbaus der alten Getreidesorten und jeweils drei kleinere Tafeln an den Getreidebeständen über die angebauten Sorten.

Entlang der Oberrieder Straße zwischen Breitenthal und Oberried befindet sich auf der linken Seite eines der beiden Felder.

Das andere Feld ist in Westerheim schräg gegenüber vom Fußballclub Westerheim e.V. entlang des Steinwengerweg.

„Wir hoffen somit viele Spaziergänger auf die alten Getreidesorten und das Engagement unserer Landwirte für deren Erhalt aufmerksam zu machen“, sagt Rebecca Schweiß, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Günztal.

Schilder machen darauf aufmerksam, dass der Babenhauser Rotvesen wieder auf heimischen Feldern wächst.
(Quelle: Öko-Modellregion Günztal)

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