Kleinkläranlagen jetzt mit staatlicher Förderung aufrüsten

23.4.2014 Landkreis Unterallgäu. Wer sein Abwasser über eine Kleinkläranlage entsorgt und diese noch nicht auf den neuesten Stand der Technik gebracht hat, sollte das noch heuer tun.

Darauf weist Martin Daser vom Sachgebiet Wasserrecht am Landratsamt Unterallgäu hin. Noch bis Ende 2014 werde die Nachrüstung staatlich gefördert. Danach werden die Fördermittel nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums gestrichen und die Kosten müssen selbst getragen werden.

Obwohl die meisten Grundstücke im Unterallgäu an öffentliche Kläranlagen angeschlossen sind, gibt es immer noch viele Anwesen, die ihr Abwasser in privaten Kläranlagen entsorgen. Sogenannte Mehrkammergruben, die das Abwasser rein mechanisch reinigen, reichen laut Martin Daser nicht aus. „Um das verschmutzte Wasser bis zu einem gewissen Grad zu säubern, müssen Kleinkläranlagen eine biologische Reinigungsstufe besitzen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.“ Für landwirtschaftliche Anwesen gelten andere, spezielle Anforderungen an die Abwasserentsorgung.

Wer seine Kläranlage sanieren muss, sollte spätestens bis Ende November 2014 eine staatliche Förderung beantragen, so das Umweltministerium. Die Auszahlung der Fördersumme könne mit einer Wartezeit verbunden sein, da man 2014 mit einer Zunahme an Anträge rechne. Eingereicht werden können diese über die jeweilige Gemeinde.

Wer sich nicht sicher ist, ob seine Kleinkläranlage aufgerüstet werden muss, kann im Landratsamt Unterallgäu nachfragen.

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