Landkreis Lindau setzt mobile Luftreinigungsgeräte in Schulen ein

16.2.2021 Lindau (Bodensee). Der Landkreis Lindau hat 30 mobile Luftreinigungsgeräte für Schulen, die in seiner Trägerschaft sind, beschafft.

Landrat Elmar Stegmann hat die Geräte nun gemeinsam mit Andreas Hiel von der Kreiskämmerei in Empfang genommen und sie sich präsentieren lassen. Die Geräte kommen dort zum Einsatz, wo aufgrund der baulichen Gegebenheiten Unterrichtsräume nicht ausreichend durchlüftet werden können und sind somit eine Ergänzung zum vorhandenen Corona-Hygienekonzept der Schulen. Dies betrifft Räume am Bodenseegymnasium, am Valentin-Heider-Gymnasium sowie am Beruflichen Schulzentrum.

Die Gesamtkosten für die 30 mobilen Luftreinigungsgeräte betragen rund 87.000 Euro. Da die Beschaffung zu 100 Prozent über den Freistaat Bayern gefördert wird, belastet diese den Landkreishaushalt nicht.

Zusätzlich wurden die landkreiseigenen Schulen, die noch über keine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage verfügen, mit CO²-Meßgeräten für alle Unterrichtsräume ausgestattet. Auch diese Investition in Höhe von etwa 31.000 Euro wurde komplett vom Freistaat gefördert.

Die Luftreinigungsgeräte wurden unter anderem speziell für die Kontrolle luftübertragener Infektionen in Krankenhäusern, medizinischen Kliniken und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens entwickelt. Die Effizienz liegt laut Hersteller bei über 99,99 Prozent. Bis zu viermal in der Stunde wird die Luft im Klassenzimmer ausgetauscht.

Die Geräte lassen sich zentral über das vorhandene Netzwerk steuern. Sie sind aber nicht nur handlich in der Bedienung, sondern auch im Vergleich zu anderen Modellen relativ klein und daher sehr gut für Klassenzimmer mit vielen Schülerinnen und Schülern geeignet. Der Geräuschpegel liegt je nach Stufe beziehungsweise Auslastung bei 33-68 dB(A).

„Parallel möchten wir in allen drei Gymnasien kontrollierte Be- und Entlüftungsanlagen einbauen“, erklärt Landrat Elmar Stegmann. Denn mobile Geräte filtern zwar Viren aus der Luft, verbessern aber nicht die Luftqualität.

„Es ist wichtig, dass wir ein gutes Lernumfeld für unsere Schülerinnen und Schüler schaffen. Ich freue mich deshalb, dass die Mitglieder des Haushaltsausschusses den Einbau der dezentralen Geräte befürwortet haben. Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind auch ökologisch sinnvoller“, ergänzt Stegmann.

Dafür sind im Haushaltsentwurf 2021 des Landkreises 1,1 Millionen Euro vorgesehen. Für das Jahr 2022 wären nochmals knapp 1,1 Millionen Euro notwendig. Bisher sind beide Realschulen in der Trägerschaft des Landkreises mit einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage ausgestattet.

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