Landkreis Lindau setzt weitere 25 mobile Luftreinigungsgeräte in Schulen ein

24.11.2021 Lindau (Bodensee). Der Landkreis hat für die Schulen in seiner Trägerschaft weitere 25 mobile Luftreinigungsgeräte beschafft. Diese werden dort eingesetzt, wo aufgrund der baulichen Gegebenheiten Unterrichtsräume nicht ausreichend durchlüftet werden können.

Dies betrifft hauptsächlich Räume im Beruflichen Schulzentrum und vereinzelt Räume in der Realschule im Dreiländereck, im Bodenseegymnasium und in der Antonio-Huber-Schule.

Insgesamt hat der Landkreis damit 55 solcher mobilen Luftreinigungsgeräte in seinen Schulen im Einsatz. Die aktuell beschafften Geräte werden mit bis zu 50 % vom Freistaat gefördert, der Förderhöchstbetrag pro Raum beträgt jedoch nur 1.750 Euro.

Die Gesamtkosten für die 25 neuen Geräte belaufen sich auf rund 24.000 Euro.

„Ich freue mich, dass nun weitere Unterrichtsräume mit mobilen Luftreinigungsgeräten ausgestatte sind – auch wenn sie lediglich eine Ergänzung zum vorhandenen Corona-Hygienekonzept der Schulen sind,“ so Landrat Elmar Stegmann.

Mittelfristiges Ziel: stationäre raumlufttechnische Anlagen

Die Mitglieder des Kreisausschusses hatten sich in einer Sondersitzung im August einstimmig gegen einen flächendeckenden Einsatz von mobilen Luftreinigungsgeräten in den Klassenzimmern ausgesprochen. Vielmehr sollen mittelfristig die Schulen mit raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet werden.

Die Realschule in Lindenberg sowie die Sankt-Martin-Schule in Lindenberg verfügen bereits über solche stationären raumlufttechnischen Anlagen, ebenso – bis auf wenige Räume – die Realschule in Lindau. Die noch fehlenden Räume werden zeitnah nachgerüstet.

Das Berufliche Schulzentrum sowie die Antonio-Huber-Schule werden in näherer Zukunft neu gebaut und müssen bis dahin schwerpunktmäßig auf das klassische Lüften zurückgreifen. Der Landkreis wird für eine Verbesserung der Lüftungsmöglichkeiten außerdem am Bodenseegymnasium etwa 60 neue Fenster gegen die bisher kaum kippbaren Fenster austauschen. Diese sind bereits beauftragt und werden voraussichtlich in den Osterferien ausgewechselt.

„Entgegen von mobilen Luftreinigungsgeräten, die lediglich die vorhandene Luft filtern, tauschen stationäre Anlagen die Raumluft kontinuierlich vollständig aus und regeln damit auch den für ein optimales Lernumfeld wichtigen CO2–Gehalt“, erläutert Landrat Elmar Stegmann.

Geplant ist, dass mit dem Einbau der Anlagen im zweiten Quartal 2022 begonnen wird. Vom Bund gefördert wird jeweils 80 % der Investitionssumme, maximal 500.000 Euro pro Maßnahme. Der Landkreis Lindau hat zu Jahresbeginn 2021 bereits 300 CO2-Messgeräte und für den Übergang 30 mobile Luftreinigungsgeräte für schwer zu lüftende Unterrichtsräume beschafft.

Der Einsatz der mobilen Luftreinigungsgeräte

Der Luftdurchsatz kann in Abhängigkeit von der Raumgröße und der Anzahl derPersonen im Raum eingestellt werden. Die Geräte gewährleisten einen fünf- bis sechsfachenLuftdurchsatz des Raumvolumens pro Stunde.

Die Ansaug- und die Ausblasrichtung der durch das Luftreinigungsgerät durchgeleiteten Luft können so ausgerichtet werden, dass das Gerät einen wesentlichen Anteil der Mischluft im Raum ansaugt und als gereinigte Luft wieder in den Raum abgeben kann.

Der Schalldruckpegel ist im Normalbetrieb mit den Anforderungen an einen geordneten Unterrichtsbetrieb vereinbar.

Die Geräte besitzen eine Betriebsstufe, in der ein Schalldruckpegel von 40 dB(A) nicht überschritten wird.

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