Landkreis Ostallgäu hat allein diesen Herbst bereits 110 neue Bäume und 300 Sträucher gepflanzt

28.11.2020 Landkreis Ostallgäu. Kranke Bäume: Landkreis sorgt für Sicherheit an Kreisstraßen und Radweg.

Der Landkreis Ostallgäu gewährleistet als Unterhaltsträger für die Kreisstraßen und kreiseigenen Radwege die Verkehrssicherheit seiner Wege.

Daher müssen dort von Zeit zu Zeit kranke und beschädigte Bäume und Sträucher zurückgeschnitten oder entnommen werden. In den nächsten Wochen wird mit den Arbeiten begonnen.

Neben Kreisstraßen wird ein Schwerpunkt der Dampflokradweg im Bereich der Gemeinde Kaltental bei Aufkirch und Frankenhofen und bei der Gemeinde Osterzell sein. Gefällte Bäume ersetzt der Landkreis durch die Pflanzung an anderer Stelle.

Die Dampflokrunde ist eine bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebte Radstecke auf der ehemaligen Bahnlinie zwischen Kaufbeuren und Schongau.

Um die Verkehrssicherheit dieser mitunter stark frequentierten Strecke zu gewährleisten, erledigt der Kreisbauhof in der kommenden Zeit Baumpflege- und Fällarbeiten. Schwerpunkt der Arbeiten wird der Abschnitt zwischen Aufkirch und Osterzell sein.

Entnommen werden vor allem Eschen, die durch das Eschentriebsterben – eine Pilzkrankheit, die zum Absterben der Bäume führt – geschwächt und daher nicht mehr verkehrssicher sind. Hierzu fand im Vorfeld auch eine Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde statt.

110 neue Bäume und 300 Sträucher gepflanzt

Der Landkreis kommt damit seiner Verkehrssicherungspflicht als Eigentümer nach. Die Maßnahmen dienen primär dem Schutz der Radwegenutzer.

Außerdem unterstützt die Gehölzentnahme an dieser Stelle auch den Artenschutz. Denn an dem ehemaligen Bahndamm haben sich sogenannte Kalkmagerrasen entwickelt. Dieser vom Naturschutzrecht geschützte Lebensraum beherbergt eine Vielzahl an seltenen Tieren und Pflanzen, die perfekt an diesen mageren, trocken-warmen Standort angepasst sind.

Wird der Bewuchs durch Bäume und Sträucher zu dicht, wird der Lebensraum dieser Arten beeinträchtigt. Die Böschung der ehemaligen Bahnlinie bildet außerdem auch eine wichtige Verbindungsachse für weitere trockenheitsliebende Tiere und Pflanzen, die hierüber neue Lebensräume besiedeln können. Diese Funktion wird durch ein zu starkes Gehölzaufkommen eingeschränkt.

Der Landkreis Ostallgäu hat sich in einer freiwilligen Selbstverpflichtung dazu bereit erklärt, gefällte Bäume an anderer Stelle zu ersetzen. So wurden allein diesen Herbst bereits 110 neue Bäume und 300 Sträucher gepflanzt.

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