Quartierstreff im Memminger Osten geplant

30.10.2020 Memmingen. Plenum: Stadtrat fasst einstimmigen Absichtsbeschluss – Realisierungswettbewerb startet.

Im Memminger Osten soll ein Bürger- und Familienhaus entstehen als Treffpunkt für Menschen aller Generationen und Kulturen im Quartier. Der Stadtrat hat im Plenum einstimmig einen Absichtsbeschluss dazu gefasst.

Im Rahmen der Sozialen Stadt Ost soll in dem geplanten Gebäude ein Quartierstreff für Bürgerinnen und Bürger, ein Jugendzentrum und eine neue Kindertageseinrichtung etabliert werden, informierte Jörg Haldenmayr, Referatsleiter Jugend und Soziales.

Als mögliches Gelände kommt eine Fläche südlich des Kreisverkehrs an der Münchner Straße in Frage. Der Grundstückseigentümer plant auf dem Gelände auch eine Bäckereifiliale, die in die Planung eingebunden wird. „Der Quartierstreff soll ein Ort der Begegnung für alle werden, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Quartier zu stärken“, erklärte Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Grundlage für die Planungen zum Quartierstreff im Osten ist ein vom Stadtrat beschlossener Maßnahmenkatalog, welcher auf Basis der Ergebnisse einer Bürgerbeteiligung im Rahmen der Sozialen Stadt und der Ergebnisse einer Sozialraumanalyse erarbeitet wurde.

Im Osten wohnen zahlreiche Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, auch viele junge Familien, Alleinerziehende sowie Seniorinnen und Senioren. Die Baukosten für das gesamte Projekt werden nach erster Kostenschätzung auf 8,95 Millionen Euro brutto veranschlagt, wobei die Investitionen für die Bäckerei der Grundstückseigentümer selbst trägt.

Abzüglich der staatlichen Förderungen seien städtische Baukosten zwischen 2,8 und 3,5 Millionen Euro zu erwarten, informierte Haldenmayr. In diesem Zusammenhang wies der Referatsleiter darauf hin, dass der nicht unerhebliche Kostenanteil für den KiTa-Bau aufgrund des bestehenden Ausbaubedarfs im Memminger Osten auch an anderer Stelle anfallen würde.

Der geplante Jugendtreff soll am „Splash“ im Memminger Westen orientiert sein und Bildung, Förderung, Freizeitgestaltung sowie Beratung für zwölf- bis 21-Jährige vermitteln. In einer ersten Planung ist er mit einer Größe von rund 500 Quadratmetern angedacht. Rund 750 Quadratmeter entfallen auf die Kindertageseinrichtung, die mit fünf Gruppen geplant wird, darunter drei Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen.

Rund 280 Quadratmeter Raum soll das Zentrum für Bürgerinnen und Bürger einnehmen, welches Veranstaltungen aller Art und der Beratung zu individuellen Themen dienen kann. Die Bäckereifiliale ist im Konzept mit knapp 700 Quadratmetern vorgesehen.

Angedacht ist auch eine Tief- oder Parkgarage für rund 30 Stellplätze. Auf dem Gelände soll auch ein neuer öffentlicher Spielplatz auf rund 1.000 Quadratmetern entstehen. „Durch die vielseitige und generationenübergreifende Ausrichtung der Segmente soll das Bürger- und Familienhaus zu einer lebensbegleitenden Einrichtung entwickelt werden.

Den Menschen im Osten soll ein vielfältiges Angebot ermöglicht werden, das den Lebenssituationen in allen Altersgruppen gerecht wird und die Möglichkeit zum interkulturellen Austausch und Miteinander der Generationen bietet“, erläuterte Haldenmayr.

Als nächster Schritt wird ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. Das Projekt des Quartierstreffs im Osten wird weiter durch den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss begleitet.

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