Stadtrat Lindau befasst sich mit der Erschließung des Gleisdreiecks

23.9.2022 Lindau (Bodensee). In der kommenden Stadtratssitzung am Mittwoch, 28. September 2022, um 18 Uhr, in der Inselhalle, wird es unter anderem um die Erschließung des Gleisdreieckes gehen. Zur Diskussion stehen die sogenannte Spange entlang des Holdereggen-Parks und eine Eisenbahnüberführung Hasenweidweg Ost.

Die Stadt Lindau hatte am 26.07.2022 Anwohner zu einer Infoveranstaltung eingeladen, in der die Historie der Planänderungsverfahren, der Anlass der neuen Planungsvariante und die Vor- und Nachteile dargelegt wurden. Zudem konnten die Anwesenden Fragen stellen und auf Bedenken hinweisen, die schriftlich aufgenommen wurden. Die Stadt hat zugesagt, den Stadtrat über die Fragen und Bedenken der BürgerInnen zu informieren, eine Visualisierung für das Brückenbauwerk zu erstellen und beide Varianten nochmals ergebnisoffen zu prüfen. Das alles ist nun passiert und wird dem Stadtrat am 28. September in öffentlicher Sitzung vorgelegt. Interessiert sind gerne willkommen.

Im Nachgang zur Informationsveranstaltung haben Stadt und Bahn beide Planungen eingehend geprüft und einige Bedenken der Bürgerinnen und Bürger umsetzen können. Während die Optimierungen bei der Eisenbahnüberführung Hasenweidweg Ost nicht möglich sind, konnten beim Trassenverlauf im Holdereggenpark Korrekturen vorgenommen werden, die es ermöglichen, den Eingriff auf ein Minimum zu reduzieren.

So wird während der Baumaßnahme zur SÜ Holdereggenstraße in den Holdereggenpark im Böschungsbereich in einer Größenordnung von rund 425 m² eingegriffen. Allerdings wird die Böschung nach Abschluss der Maßnahme größtenteils wieder hergestellt und nur 175 m² der Park- und Böschungsfläche entfallen dauerhaft. Im Bereich der Böschung werden rund sechs bis acht Bäume geringer Größe sowie Strauch- und Buschwerk entfallen, die an gleicher Stelle nachgepflanzt werden können.

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Bei der Eisenbahnüberführung Hasenweidweg Ost muss die Erschließung der westlich gelegenen Wohngebäude im Bereich Alpengarten nach Norden verbreitert werden, so dass nach jetzigem Planungsstand alle Straßenbäume (ca. 16 – 18 Großbäume) gerodet werden müssten.

Die Visualisierungen zur SÜ Holdereggenstraße zeigen, dass nicht, wie zwischendurch befürchtet, ein überdimensionales Brückenwerk entsteht, sondern sich die geplante Spange verträglich in die Umgebung einfügt.

Nach neuerlicher eingehender Prüfung und der erzielten Verbesserung der Trassenführung wird seitens der Verwaltung unter Gesamtwürdigung der verkehrlichen, technischen und verfahrensrechtlichen Aspekte die Variante SÜ Holdereggenstraße als die geeignetere Variante angesehen. Zum einen bietet sie eine verkehrliche Anbindung des Gleisdreiecks an die Holdereggenstraße, was besonders während der Tourismussaison eine Verkehrsführung über den Europaplatz und die Inselstraße vermeidet.

Zudem schafft die Variante SÜ Holdereggenstraße eine verkehrliche Verknüpfung zwischen den Bereichen Giebelbach, Gleisdreieck, Lotzbeck und Aeschach für Fußgänger und Radfahrer und kommt damit einem weit größeren Nutzerkreis zugute. Eine zusätzliche barrierefreie Überführung von der Holdereggenstraße zum Giebelbach, die bei der Umsetzung der Variante Eisenbahnüberführung Hasenweidweg Ost ohnehin notwendig wäre, fällt damit weg

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