Trinkwasserspeicher Bodensee – Keine Gefährdung durch belastetes Grundwasser auf dem Lindauer Bahngelände

30.5.2014 Lindau (Bodensee). Das Landratsamt Lindau (Bodensee) nimmt zu der Diskussion um angeblich verseuchtes Grundwasser im Bodensee wie folgt Stellung: Es liegt eine zeitweilige Belastung des Grundwassers auf dem Areal des Bahngeländes auf der Lindauer Insel vor.
Handlungsbedarf ist gegeben, allerdings kein sofortiger, da keine akute Gefährdung besteht. Daher kann eine Sanierung von Grundwasserbelastungen dann erfolgen, wenn in absehbarer Zeit das Bahnhofsgelände umgestaltet wird.

Zum Hintergrund: Da nach den Ergebnissen der bisherigen Untersuchungen durch das Wasserwirtschaftsamt in Kempten in diesem Bereich kein zusammenhängender Grundwasserleiter existiert und sich das isolierte Grundwasser innerhalb von Kies- und Sandlinsen befindet, ist es als Sickerwasser zu verstehen.

Daher erklären sich die Werte durch Aufkonzentration im Sickerwasser. Nur temporär bei Grundwasserhochständen kann es zu einer Anbindung dieses Wassers an den Bodensee kommen. Dann ist jedoch die Verdünnung so hoch, dass die Belastung wasserwirtschaftlich nicht relevant ist. Die in Gutachten aufgeführten Maximalwerte sind nicht dauerhaft bestätigt. Vielmehr belegen viele Untersuchungen keine nennenswerten Belastungen.

Die Trinkwasserqualität wird nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung überprüft. Diese umfassen Wasseruntersuchungen des Rohwassers, am Wasserwerksausgang, im Ortsnetz sowie beim Endverbraucher. Die Rohwasserqualität wird an der Entnahmestelle analysiert. Eine umfassende Untersuchung gemäß Trinkwasserverordnung bezieht 42 chemisch-physikalische Parameter ein.

Diese Untersuchung wird seitens der Stadtwerke Lindau (Bodensee) pro Jahr zwei Mal durchgeführt. Hinzu kommen Rohwasseruntersuchungen gemäß Eigenüberwachungsverordnung. Die Untersuchungsergebnisse hielten immer die Grenzwerte ein oder lagen unterhalb der Nachweisgrenze. Auffälligkeiten wurden nie verzeichnet.

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